EINE ROCK AND ROLL GESCHICHTE

Mitte der 80er Jahre gründet sich um den charismatischen 14-jährigen herum eine Band, die sich mit Herz und Seele dem Rock and Roll verschreibt. Auch oder obwohl gerade weil das spielerische Können der Jungs in den ersten Jahren weit hinter deren kühnen Ambitionen liegt, macht sich die Band aus dem Norden doch schnell einen Namen.

1984

EATS - EDDY & THE SOUNDLIONS

Die erste Besetzung bleibt im Kern bis zum Ende der Band Anfang der 90er Jahre bestehen. Frank Behrendt (Bass), Marcus Coerdt (Saxophone), Stephan Radte (Rythm Git) und Thorsten Schneekloth sind die ersten "Krachlöwen". Im Laufe der folgenden Jahre wird die Band immer wieder um weitere Kollegen ergänzt, die das Ensemble unterschiedlich lang begleiten und später ihre eigenen Projekte verfolgen.
Hauke Muhs und Jimmy von der Heyden (The Crew), oder Jörg Lüth (California Cornflakes, Weltklasse), um nur einige zu nennen.

ROCK & ROLL IS KING

Es sind die Klassiker von Chuck Berry, Carl E. Perkins und anderen Idolen der 60s derer sich die Band bedient. Was die 80er an R'n'R-verdächtigem Material auf den Pop-Markt werfen wird von der Band gnadenlos in das Retro-Programm aufgenommen. Zum Beispiel Titel des Electric Light Orchestra (ELO) oder Queens "Crasy little thing called Love".

Beeinflusst von Adam Ant, Billy Idol, George Michael und natürlich Elvis Presley ist die Performance von E dem konservativen Stil des "good old Rock and Roll" gewidmet.

Bereits früh werden erste Demos in einem 8-Spur-Studio aufgenommen. Regelmäßig investiert die Band einen Teil ihrer Gagen in eine Handvoll ausgesuchter Songs. In Heimarbeit werden diese auf Kassetten kopiert, mit Covern versehen und auf den Gigs zwischen Hamburg und Flensburg fleißig verkauft.

STUDIO 80

EDDY MONROW

Das STUDIO 80 in der einer alten Margarine-Fabrik am Kieler Fördeufer ist die erste Studioheimat von Eddy, der sich ab jetzt Eddy Monrow nennt. "Wie Barry Manilow," sagt ein Vertreter des GÖS-Musikverlages, die seine ersten Solo-Produktionen mitfinanzieren.
"Eher wie Gorbatschow", sagt der junge Künstler, der sich bereits früh auch politisch interessiert zeigt. Das nahende Ende der deutschen Teilung und des "kalten Krieges" bestimmt den Zeitgeist der ersten Solojahre.

Bernd Gerdau (Geoff)

Geoff, wie ihn seine Freunde nennen ist der erste Förderer und musikalisches Vorbild für EM. Das Kieler Urgestein ist nicht nur ein hervorragender Gitarrist, sondern auch Eigentümer des Studio 80, im dem schon EATS Jahre zuvor ihre Demos produzierten. Als der junge Sänger auf Solopfaden wandelt hilft er ihm, sich mit "gestandeneren" Musikern zu vernetzten, die sich bereitwillig auch für Produktionen einspannen lassen.

and other Artists.

Die Musiker, die in dieser Zeit erstamalig für EM spielen bringen Erfahrung und Talent in die eigenen Titel ein. Uwe Willmann (Drums), Jan Mohr (Gitarre), Aby Gerndau (Bass) um nur einige zu nennen. Insgesamt entstehen in gut zwei Jahren ein knappes Dutzend Titel, die nicht alle ihren Weg in Pressungen finden. Zweifellos sind sie als Erfahrung für den gerade einmal 20jährigen unbezahlbar und krönen in den ersten beiden Singles.

BURNING PARADISE

Zum Ende der 80er spielt die Band mehr und mehr eigene Kompositionen des Frontmannes der - gefördert von seinem ersten Produzenten Bernd Gerdau - auch Titel mit anderen Musiker aufnimmt. Als EATS sich auflösen bring der GÖS-Musikverlag eine erste Single heraus. Eine 7 Minuten-Produktion für die die A-Seite Burning Paradise zum Abspielen auf 33 rpm gestellt werden muß.
Die B-Seite "Desert Sand" findet noch Jahre später ihren Weg in Programme von EDDY MONROW

BREATHLESS

Eine zweite Single des Verlages setzt weniger auf Elektronik als auf die bewährte R'n'R-Roll-Power von Eddy. "Breathless", das er bereits zwei Jahre zuvor schrieb findet ebenfalls seinen Weg auf einen Tonträger. Nach diesen beiden Produktionen ist jedoch erst einmal Schluß. Die verkauften Erstauflagen holen zwar die Produktionskosten wieder rein aber der Verlag löst sich sang- und klanglos auf. Eine Live-Band muss sich finden.

LIVE ON STAGE

1992-1994

Die nächsten zwei Jahre sind von Live-Auftritten und der gemeinsamen Arbeit mit Musikern geprägt. Am Ende dieser Zeit stehen drei neue Demos, die das Hamburger Musiklabel Eviam-Records zu einem Plattenvertrag mit EM bewegen.

CALL ON ME

wird das erste Album von EM, dass unter der Regie von Produzent Steven Dearman Clark in den Hamburger Impuls-Tonstudios entsteht. Aber das ist eine andere Geschichte.

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